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So weit weg und doch so nah – oder Weihnachten und andere Katastrophen

So weit weg und doch so nah – oder Weihnachten und andere Katastrophen

Dass 2020 alles andere als ein planbares Jahr war, ist uns allen mittlerweile kurz vor dem Jahresende deutlich genug geworden. Erinnern Sie sich noch an die italienische Passagierin aus dem Blogpost vom Dezember 2019 (→ hier geht’s zum Blogpost „Flying home for Xmas – Wieso fliegen Chinesen getrennt?“) und an ihre Erzählung von einer vermeintlich chinesischen „Flugpraxis“, nach der chinesische Familienmitglieder ungern in der einen und selben Maschine zusammenfliegen würden. Laut der Erzählung der Frau sollen Chinesen angeblich getrennt – d.h. in verschiedenen Maschinen – am gleichen Tag zum gleichen Flugziel hinfliegen. Wieso am gleichen Tag zum gleichen Ziel getrennt fliegen?

In dem unwahrscheinlichen Fall eines Flugzeugabsturzes – erklärte die Frau aus Reihe 30 ihrer Flugbegleitung weiter – sei die Wahrscheinlichkeit höher, dass es Überlebende unter den Familienmitgliedern gebe, sodass die chinesische Familie sozusagen durch den Flugzeugabsturz nicht komplett ausradiert wäre.

Die italienische Passagierin hatte kurz vor dem Jahreswechsel 2019 / 2020 in ihrer Maschine nach Deutschland absolut nicht die leiseste Ahnung – wie wir alle übrigens –, dass es ein Leben VOR und NACH und WÄHREND einer globalen Pandemie ab 2020 gibt. Ihr Leben, unser Leben, das Leben aller Menschen ist grundsätzlich 2020 anders geworden. „Flying home for Xmas“ hat an Weihnachten 2020 eine ganz andere Größe und Tiefe angenommen. Traditionen und Rituale sind das Einzige, was das Leben ein wenig sicherer, stabiler und angenehmer machen. Wenn Traditionen und Rituale wegfallen, fühlen sich die meisten unter uns verunsichert. Wir sind vielleicht an Weihnachten 2020 unseren Liebsten zum Teil ferngeblieben und doch sind wir ihnen so nah. Vielleicht näher, als wir es sein würden, wenn wir tatsächlich dort bei unseren Liebsten anwesend gewesen wären. Wir entdecken eine neue Dimension von Menschennähe, die nicht unbedingt schlechter ist als die Version von Menschennähe, die wir bisher kannten.

Wir „ächzen“ richtig nach Kontakten. Wir „verdursten“ ohne zwischenmenschliche Beziehungen. Der Mensch versteht sich selbst als „soziales“ Lebewesen. Ohne den Kontakt zu und mit anderen Menschen „sterben“ wir innerlich ein wenig und gehen irgendwie ein: Wir implodieren. Der Wille, andere Menschen zu treffen ist unwahrscheinlich groß, auch wenn wir vielleicht jahrelang wie richtige Einsiedler*innen gelebt und Menschen unter Umständen buchstäblich vermieden haben.

Die Angst vor einer Ansteckung schwindet, wenn der/die vertraute Freund*in über unsere Türschwelle geht: >>Ich brauche doch keine Maske bei Dir tragen. Wir kennen uns doch.<< So mag sinngemäß die sehr spontane, unwissenschaftliche Reaktion von manchen Freunden von uns lauten. Als ob der/die vertraute Freund*in uns rund um die Uhr beschattet hätte und jede Sekunde von unserem nicht vorhandenen, sozialen Leben in- und auswendig kennen würde.

Kann mein vertrauter guter Freund kein Super Spreader sein? Sicherlich nicht – denkt jede/r von uns. Der fiese „Feind“ ist zwar nicht sichtbar, jedoch lauert das Virus an jeder Ecke: Egal, wie vertraut unser/e Freund*in ist, sehnt sich das Virus danach, Dich als neuen Wirt zu „bewohnen“. Kann der freundliche Paketzusteller ohne Maske ein Super Spreader sein? Vielleicht. Den Paketzusteller kennt man nach den vielen Monaten im Homeoffice mittlerweile sehr gut und er ist einem auch schon vertraut. Am besten die Tür immer mit Nasen-Mund-Schutz aufmachen, wenn der Paketzusteller an der Tür klingelt. Sicher ist sicher. Kann die eigene Mutter den unsichtbaren „Feind“ in sich und mit sich tragen? Vermutlich auch nicht. Die eigene Mutter ist doch nicht hochansteckend und fast wie „von Geburt an“ geimpft oder nicht? Sie kann unmöglich ansteckend sein, zumal sie aufgrund ihres hohen Alters monatelang ihre Wohnung nicht verlassen hat. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sie eine Super Spreaderin ist. Je vertrauter einem/einer die Person ist, desto unwahrscheinlicher scheint uns die Gefahr, dass die vertraute Person uns das Virus „weitergeben“ kann. Ein großartige Weihnachtsgabe, nicht wahr? 🙈

Sie kennen doch das Gefühl, was Verbotenes zu tun, nachdem etwas für verboten erklärt wurde. Wir bemühen das Paradebeispiel vom Kind und der Nougatcreme 😋 im Küchenschrank: In Ihrem Küchenschrank ist ein Glas Nougatcreme versteckt und Sie dürfen das Glas weder anfassen noch aufmachen, um von der Nougatcreme etwas zu kosten. Nun ist die Lust umso größer, sich in die Küche zu schleichen, den Küchenschrank aufmachen und das Glas Nougatcreme leer zu löffeln. Wäre das nicht verboten gewesen, wären wir vielleicht nicht so scharf auf das Glas Nougatcreme gewesen und kämen wir nicht so spontan auf die Idee, überhaupt in die Küche zu gehen. „Verbotenes🙅 macht Dinge attraktiv. Leider.

Jetzt, wo Theater, Kinos, Restaurants, Kneipen, Bars und Diskotheken pandemiebedingt geschlossen sind, verspüren wir eine noch größere, verbotene Lust, z.B. uns mit Freunden im Restaurant zu treffen. Epic fail. Leider nicht möglich 🙄. Aber wieso strengen wir uns nicht JETZT umso mehr an, Kontakte so weit wie möglich zu vermeiden, um noch schneller im Frühjahr 2021 in ein einigermaßen „normales“ Leben mit Maske 😷 zurückzukehren? Ist wirklich viel, was von uns verlangt wird? Auf ein Stück soziales Leben jetzt zu verzichten entspricht einer schnelleren Rückkehr ins „normale Leben“ mit Maske, auch wenn unser normales Leben NACH Corona nicht mehr das alte, vertraute Leben von VOR-Corona sein wird. Das ist uns schon jetzt klar 😞.

Die „Wörter des Jahres 2020“ von it-sprachvermittler.de

Es sind keine konkreten Wörter, sondern eher unbekannte Ortsnamen in Italien, die sich besonders schön anhören und eine suggestive Wirkung auf einen ausüben:

Acquacalda
„Warmes Wasser“ – So heißt ein Ortsteil von der Gemeinde Lipari auf der gleichnamigen Insel auf Sizilien / Italien. Die Namensgebung suggeriert die warme Wassertemperatur von dem Ortsteil, das am Meer liegt und nur aus zwei Hausreihen besteht.

Sonneruntergang bei Acquacalda auf Lipari (Sizilien / Italien)

Aria Morta
„Tote Luft“ – Wortwörtlich aus dem Italienischen übersetzt. So lautet der Name einer kleinen Siedlung in dem Ortsteil Quattropani („vier Brote“) auf der sizilianischen Insel Lipari / Italien. Neben den ebenfalls fantasievoll lautenden Ortsbezeichnungen wie etwa Costa d’Agosto („Augustküste“) liest man eher normalere Ortsbezeichnungen wie Chiesa Nuova („Neukirche“), Chiesa Vecchia („Altkirche“) auf den Straßenschildern.

Sonnenuntergang in Quattropani auf Lipari (Sizilien / Italien)

it-sprachvermittler.de
wünscht Ihnen
FROHE FEIERTAGE * BUONE FESTE

 

Anmeldung bei der Bayerischen Landesärztekammer für italienische Ärzte*innen

Anmeldung bei der Bayerischen Landesärztekammer für italienische Ärzte*innen

Welche beglaubigten Übersetzungen benötigen junge italienische Ärzte*innen bei der Anmeldung bei der Bayerischen Landesärztekammer?

Wenn Sie sich z.B. als junge*n italienische*n Arzt oder Ärztin in Bayern niederlassen und sich deswegen bei der Bayerischen Landesärztekammer (www.blaek.de) anmelden möchten, müssen Ihre ganzen Urkunden aus Italien ins Deutsche von einem öffentlich bestellten und allgemein beeidigten Übersetzer übersetzt und beglaubigt werden:
✔ Diplombescheinigung der italienischen Universität

✔ Diplombescheinigung des italienischen Gesundheitsministeriums
✔ Diplomurkunde der italienischen Universität
✔ Führungszeugnis
✔ Geburtsurkunde
✔ Unbedenklichkeitsbescheinigung
(„Certificate of good standing“) des italienischen Gesundheitsministeriums

Sei un/a giovane medico italiano/a che vorrebbe esercitare la professione di medico qui in Baviera? Sai quali traduzioni asseverate („beglaubigte Übersetzungen“) ti servono per poterti iscrivere all’Ordine dei Medici bavaresi („Landesärtzekammer“) per essere pertanto abilitato all’esercio della professione?
it-sprachvermittler.de ti può aiutare con le traduzioni da produrre, necessarie all’iscrizione all’Ordine dei medici:
✔ Certificato di laurea dell’università italiana
✔ Attestato di laurea del Ministero italiano della Salute
✔ Diploma di laurea (pergamena) dell’università italiana
✔ Certificato del casellario giudiziale
✔ Estratto di nascita
✔ Attestato di onorabilità professionale del Ministero italiano della Salute

Gerne unterstützt it-sprachvermittler.de Sie, wenn Sie eine beglaubigte Übersetzung eines offizielles Dokuments aus dem Italienischen ins Deutsche und umgekehrt für amtliche Zwecke benötigen:
Telefon: +49 89 41614587
Fax: +49 89 20939850
Mobil: +49 172 5811136
E-Mail:
info@it-sprachvermittler.de

Quelle: https://www.blaek.deAlle Angaben bezüglich der Anmeldung bei der bayerischen Landesärztekammer auf dieser Webseite sind ohne Gewähr von Richtigkeit und Vollständigkeit.

Drei Nächte nach Halloween

Drei Nächte nach Halloween …

… oder von wegen kommen die Toten nicht mehr zurück – Sizilianische Sitten und Gebräuche

Am 31.10. ist Halloween mittlerweile eine fast „feste Größe“ auch bei uns in Europa wollend oder nicht wollend geworden. Halloween ist in den Köpfen mancher Menschen nicht mehr wegzudenken: Das Fest macht keinen Halt mehr vor Europas Pforten. Sogar die Kirche ist machtlos gegen die neue „Faschings- oder Verkleidungsmode“ aus Nordamerika.

Jetzt wird es richtig kompliziert. Es haben in unserem Blog nicht nur zwei Sprachen (Italienisch / Deutsch) gereicht, sondern gleich kommt eine dritte Sprache hinzu: Sizilianisch.

Das ist die Erzählung über ein seltsames Brauchtum auf der Mittelmeerinsel Sizilien / Italien, das vor der Halloween-Ära Anfang November ganz verbreitet war, ja – war (!). Halloween hat nämlich diese sizilianische Sitte in gewissem Maße buchstäblich „ins Jenseits befördert“.

Tja, eine toterklärte, sizilianische Sitte. Sicher ganz tot.

 

Das Ganze spielte sich auf Sizilien in der Nacht vom 1. November auf den 2. November: Man feiert dort „la festa dei defunti“ – oder einfach auf Sizilianisch – „i motti“ ( = die Toten, Verstorbenen; Hochitalienisch „la commemorazione dei defunti“ = auf Deutsch „Allerseelen“). Wir bewegen uns also im Bereich der Verstorbenen, die an Allerseelen wieder „aktiv“ werden …

Es wird nicht nur kompliziert, sondern auch kirchlich an der Stelle. An Allerseelen gedenkt die römisch-katholische Kirche ihrer toten Angehörigen, viele besuchen die Gräber auf dem Friedhof. Das kennt man in der Regel auch in Süddeutschland in vorwiegend katholischen Gegenden, also soweit nichts Neues.

Was die wenigsten von uns dennoch nicht wissen ist, dass die toten Angehörigen früher noch längst vor der Halloween-Ära auf der Mittelmeerinsel sizilianische Kinder mit Geschenken reichlich beschert haben.

Ganz makabre Sitten hegen und pflegen die Sizilianer, werden die meisten unter uns stirnrunzelnd behaupten. Die Vorstellung, dass Dein verstorbener Großvater Dir ein Geschenk aus dem Jenseits an Allerseelen, sprich in der Nacht vom 01.11. auf den 02.11. mitbringt, wie auch immer das Geschenk aussehen mag, ist schaudererregend genug. Was für Geschenke haben die toten Familienmitglieder oder Verwandten sizilianischen Kindern aus dem Jenseits mitgebracht?

Tja, sehr klassisch und „very straight“: Mädchen wurden mit Puppen, einer Puppenküche oder einem neuen Rock für den Sonntagsspaziergang, Buben mit einem Spielball, Fahrrad, Spielzeug-Gewehr beschert. Geschenkt wurde vorwiegend Spielzeug.

 

Die Zeiten ändern sich und ebenfalls Geschmäcker und Moden mit ihnen. Einmal warteten sizilianische Kinder auf „i motti“ (Allerseelen) ja ganz ungeduldig das ganze Jahr. Die Kinder warteten auf die Geschenke, die der verstorbene Onkel oder Großvater mitgebracht hatte und achteten darauf, dass sie die Augen nicht öffnen. Sonst wäre ein Kratzer an ihren Füßen die harte Strafe gewesen.

Da der Tod ein Teil vom Leben ist, diente dieses sizilianische Brauchtum vielleicht dazu, Kindern eine positive Vorstellung vom Tod zu vermitteln. Aus der Reihe: Deine verstorbene Großmutter lebt noch im Jenseits – hierfür gibt es zwar keinerlei wissenschaftliche Belege – und liebt Dich noch so sehr, dass Du Kind am Morgen vom 02. November ein Geschenk von ihr bekommst. Zwar ganz lieb, jedoch gespenstisch zugleich.
Wen „Hintergrundarbeit“ für die Toten aus dem Jenseits geleistet und die Geschenke für die sizilianischen Kinder in der guten Stube an Allerheiligen versteckt hat, werden wir auf keinen Fall hier verraten. Es dürften diejenigen sein, die auch Nikolaus am 06. Dezember und dem Christkind an Weihnachten bei der Bescherung aushelfen.
Moderne Kinder – geschweige denn digital natives – auf der süditalienischen Insel kennen kaum noch das „Fest der Toten“ („i motti“ auf Sizilianisch). Wenn keiner mehr über dieses sizilianische Brauchtum erzählt, schreibt oder berichtet, wird es für immer als toten Brauch erklärt, es sei denn diese Sitte wird früher oder später von der UNESCO in die repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Sizilianer (der Menschheit ist eindeutig zu übertrieben!) übernommen.

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Flying home for Xmas – Wieso fliegen Chinesen getrennt?

Flying home for Xmas – Wieso fliegen Chinesen getrennt?

Der Flug wird von einer Lufthansa-Tochtergesellschaft durchgeführt. Alle Passagiere, die nach München möchten, sind nun an Bord. Es geht tatsächlich Richtung München und nicht nach Monaco – Das ist aber das Thema eines anderen Blogbeitrags. Der Kapitän informiert alle Passagiere mit Bedauern, dass es zu einem gravierenden und peinlichen (!) Fehler gekommen ist: Dem Flughafen lag eine falsche Passagierliste vor: Es könnten sich demnach Passagiere in der Maschine nach München an Bord befinden, die eigentlich nach Stuttgart und nicht nach München möchten.

Die Stewardessen fragen alle Passagiere auf deutsch und zur Sicherheit auch auf italienisch: „Passeggeri per Stoccarda?“, was so viel „Passagiere nach Stuttgart?“ auf Deutsch heißt. Keiner befindet sich an Bord, der nach Stuttgart will. Gefahr gebannt! Es darf gestartet werden.

Die englische Durchsage „boarding completed“ ist zu hören. Die Maschine ist bereits auf dem Rollfeld eines süditalienischen Flughafens startklar. Piloten und Bordbesatzung sind für den Start bereit. Die Passagiere ebenso. Alle Lichter gehen aus. Es ist plötzlich stockdunkel.

In der Reihe 30 – ganz hinten in der Maschine – sitzt eine italienische Passagierin, die ständig zwischen deutsch und italienisch hin- und herswitcht: Wenn sie eine Formulierung in der einen Sprache nicht gefunden hat, hat sie die passende Wendung in der anderen Sprache gefunden. Je nach Bedarf: Manchmal auf deutsch, manchmal auf italienisch. Die Passagierin hat vor dem Start offensichtlich Angst und fordert höflich, aber bestimmend ihren männlichen Begleiter auf, die Augen zu schließen, sich zu konzentrieren und zu beten 🙏

Chiudi gli occhi, concentrati e prega!“

Schließe Deine Augen, konzentriert Dich und bete!“ so sprach die Frau aus Reihe 30 wortwörtlich. Beim Fliegen sind viele Menschen ängstlich und verunsichert. Sie sehen offensichtlich in Gebeten Hoffnung und eine Art „psychologische Abhilfe“: Im Falle eines Absturzes trennt nämlich eine sehr dünne Schicht das Leben vom Tod. Es kommt nicht von ungefähr, dass Start und Landung zu einer der gefährlichsten Phasen beim Fliegen gehören, ganz geschweige denn von der Fahrt mit dem Auto von der Wohnung zum Flughafen: Eigentlich die gefährlichste Phase überhaupt, weil Fliegen zum Glück als eine sehr sichere Sache gilt, wenn die Passagierliste nicht gerade vertauscht wird …

Kurz darauf erzählt die Frau aus Reihe 30 von einer vermeintlich chinesischen „Flugpraxis“: Chinesische Familienmitglieder würden ungern in der einen und selben Maschine ✈️ zusammenfliegen. Laut der Erzählung der Frau sollen Chinesen angeblich getrennt, d.h. in verschiedenen Maschinen am gleichen Tag zum gleichen Flugziel hinfliegen. Wieso am gleichen Tag zum gleichen Ziel getrennt fliegen?

为什么中国人喜欢分开航行?


Hier kommt die Aufschlüsselung: In dem unwahrscheinlichen Fall eines Flugzeugabsturzes – fährt die Frau aus Reihe 30 fort – sei die Wahrscheinlichkeit höher, dass es Überlebende unter den Familienmitgliedern gebe, sodass die chinesische Familie sozusagen beim Flugzeugabsturz nicht komplett ausradiert wäre und dadurch indirekt für Nachkömmlinge gesorgt sei – Nach dem Motto „spread the risk!“ oder – anders geasagt – nie alles auf eine Karte setzen oder wie es ähnlich auf italienisch heißt:

non puntare tutto su una carta sola
(nie alles auf eine Karte setzen)





Klein, süß und eiförmig. Was ist das?

Was passiert, wenn eine Italienerin und ein Deutscher zusammenarbeiten? Es kann nur was Gutes daraus werden.

Inspiriert wurde dieser Blogpost von einem 3-teiligen Fernsehfilm auf dem ZDF: Bella Germania (Quelle: https://www.zdf.de/filme/bella-germania)

Wir sind in Mailand Mitte der 50er Jahre: Ein junger, deutscher Fahrzeugingenieur namens Alexander ist auf der Dienstreise bei einem italienischen Autobauer in den Bann seiner italienischen Dolmetscherin Giulietta geraten: Giulietta verzaubert Alexander. Die beiden verlieben sich. Eine Mailänder – Münchner Liebesgeschichte entsteht.

Alexander und Giulietta treffen sich in der Produktionsstätte von Iso Rivolta, einem italienischen Hersteller von Sportwagen, Kleinwagen und Motorrädern. Das bekannteste Modell von Iso Rivolta ist die Iso Isetta. Eine Art „Rollermobil“, eine Mischung aus einem Roller und Miniauto: Ein Microcar würde man heutzutage auf Englisch sagen – oder besser gesagt – der „Smart der 50er Jahre“. Es wäre für die heutigen Sicherheitsverhältnisse schier undenkbar, sich in so einem kleinen Fahrzeug fortzubewegen: Hast Du damit einen Unfall gebaut, wirst Du gleich mitsamt Microcar auf einem Friedhof feierlich begraben. Andere Zeiten, andere Sicherheitsstandards.

Auf Lizenz von Iso Rivolta bauten verschiedene Autohersteller die Iso Isetta ab 1954 bis in die 1960er Jahre weiter. Die erfolgreichste und bekannteste Version der italienischen Iso Isetta war die BMW Isetta (Quelle https://bmw-grouparchiv.de/research/detail/index.xhtml?id=3913183 )

Der Blick von BMW fiel um das Jahr 1954 auf ein eiförmiges, kleines Mobil mit Fronttür der Mailänder Firma Iso Rivolta. Nach genauer Prüfung wurde diese sehr originelle und dabei praktische „Isetta“ als tauglich befunden, nach gewissen Änderungen als BMW Kleinstwagen vom Band zu rollen. Der Lizenzvertrag kam zustande. Die Bayerischen Motoren Werke bauten in Lizenz ein Rollermobil nach italienischer Inspiration. Das Mailänder – Münchner Endprodukt war die BMW Isetta.

Das Mailänder – Münchner „Endprodukt“ der Liebe zwischen Alexander und Giulietta war der kleine, süße Vincenzo in dem ZDF-3-Teiler. Hier geht es zum Trailer von Bella Germania: https://www.zdf.de/filme/bella-germania/videos/trailer-zum-dreiteiligen-event-100.html

Der Drehbuchautor Daniel Speck sagt im ZDF-Interview: „Hinter jedem Kellner, hinter jedem Pizza-Bäcker steht eine Familiengeschichte …“: https://www.zdf.de/filme/bella-germania/videos/bellagermania-danielspeck-im-interview-100.html

Bei Ihrem nächsten Besuch in Ihrer Lieblingspizzeria ums Eck denken Sie an die Worte vom Drehbuchautor von Bella Germania: „Hinter jedem Kellner, hinter jedem Pizza-Bäcker steht eine Familiengeschichte …“. Bei Ihrer nächsten Italienischübersetzersuche steht Ihnen Ihr „Italienischübersetzer des Vertrauens“ www.it-sprachvermittler.de in München zur Verfügung.

| www.it-sprachvermittler.de | Beglaubigte Übersetzungen | Deutsch – Italienisch – Deutsch für Privatpersonen |

Zu mir oder digital? Sich am Arbeitsplatz verlieben – Eine italienische Redewendung

Es geht hier nicht um Essen. Sorgen Sie nicht. Es gibt im Italienischen eine nicht so verbreitete Redewendung, die bei genauerem Hinsehen sehr interessant zu sein scheint, besonders in Bezug auf das „Sich auf eine Liebesbeziehung am Arbeitsplatz einlassen“.

Die Redewendung laut Dove guadagni la pagnotta, non mangiare carne!

Ein „pagnotta“ ist nichts Anderes als „Brotlaib“ in Italien: Hier unten im Bild ist ein schönes, leckeres „Exemplar“ aus Altamura (Apulien – Italien) zu sehen.

Guadagnare“ heißt auf Italienisch „verdienen: Summiert heißt „guadagnare“ + „la pagnotta“ auf Deutsch so viel wie „die Nusstaler verdienen“, „seinen Lebensunterhalt verdienen“, „seinen Anteil tun, um etwas zu erreichen“, „die Brötchen verdienen“ oder „zum Broterwerb irgendetwas tun“.

Ist verpönt, sich am Arbeitsplatz, d.h. in einem Unternehmen, in der Schule, im Büro, in seiner Arbeitsstätte in seine Kollegin oder seinen Kollegen zu verlieben? Tja, nach der italienischen Redewendung scheint es wohl unerlaubt zu sein. Hier kommt die Aufschlüsselung auf Deutsch:

Wo Du Deine Brötchen verdienst, solltest Du kein Fleisch essen!
(Dove guadagni la pagnotta, non mangiare carne!)

In diesem Sinne mögen wir alle Vegetarier*innen wie am Karfreitag werden: Fleischverzehr ist – bildlich gesehen – am Arbeitsplatz verboten. Also Finger weg vom Kollegen oder der Kollegin. Liebesbeziehungen, Liebesgeschichten, Liebesaffäre, Liebeleien: Nichts von all dem ist erlaubt. Alles unangebracht und in vielen Unternehmen absolut nicht gern gesehen. In Deutschland zumindest.

Die Gegenüberstellung „Brot“ (pagnotta) vs. „Fleisch“ (carne) ist schon selbsterklärend: Brot und Fleisch sollte mann / frau nicht miteinander vermischen. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Diese konservativen Italiener*innen?! 😉

Es mag die Frage dahingestellt bleiben, wer seine/n Partner*in auch am Arbeitsplatz den ganzen Tag sehen möchte? Sie vielleicht?

Vor Ihrer nächsten Liebesgeschichte am Arbeitsplatz denken Sie ganz intensiv an unsere italienische Redewendung aus diesem Blogbeitrag und widerstehen jeder Versuchung. Vor Ihrer nächsten Italienischübersetzersuche zögern Sie jedoch nicht, Ihren „Italienischübersetzer ohne Liebesaffäre am Arbeitsplatz“ www.it-sprachvermittler.de zu kontaktieren 😉

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Von der Piemontkirsche über die Pizza „Festausgabe“ bis hin zur Schweinshaxe

Es gibt zwar Marken oder Produktbezeichnungen, die vielleicht in dem einen Sprachraum gut funktionieren und auf Käufer effekthascherisch wirken, jedoch nicht immer in einem anderen Sprachraum.

Markennamen haben immer einen großen Einfluss auf die Kaufentscheidung der Verbraucher. Jeder kennt doch die mittlerweile famose „Piemontkirsche“ aus der ebenso berühmten italienischen FERRERO-Praline, die nie im Leben im Piemont angebaut wurde: Sie suggeriert dem Konsumenten ein regionales, norditalienisches Produkt, einen nahen Ortsbezug, der greifbar ist: Schließlich schadet ein wenig „Glokalismus“ (Globalisierung + lokal) nicht in unserer globalisierten Welt.

Sehr schade, dass sich die Marketingleute in Großunternehmen oft keinen Rat von einem Linguisten oder Übersetzer holen, wenn sie ein neues Produkt „italienischklingend taufen“ möchten.

Produktnamen wie z.B. bei einer Dr. Oetker-Pizza „La Mia Grande“ oder noch die „Piccola Cioccolatino“ („kleiner Pizza mit Schokopraline“) hören sich für einen Italiener nicht nur sehr seltsam an, sondern auch belustigend oder gar uncool lächerlich. Dass sich manch eine Pizzabezeichnung für Italiener fast unappetitlich anhört, wurde schon eingehender hier besprochen.

Die Dr. Oetker-Pizza „La Mia Grande“, was soviel wie „Meine große (Pizza)“ auf Italienisch heißt, löst leider nur lustige Assoziationen in den Köpfen der italienischsprechenden Käufer in einem deutschen Supermarkt an der Tiefkühltruhe aus: Angenommen, wir würden in der Marketingabteilung eines Fleischherstellers arbeiten und müssten unsere allerletzte „Schweinefleischkreation“ auf Deutsch „taufen“: Würde die neue Produktbezeichnung für eine Schweinshaxe im Umkehrschluss „Meine große (Schweinshaxe)“ lauten? Hört sich das cool an? Bekommt man Lust, „Meine große“ zu kaufen? Ähm, … wir überlassen den Kaufwilligen diese Entscheidung.

Das Gleiche gilt auch für pseudoitalienische Pizzasorten wie „Pepperoni-Salame“ (O-Ton aus der Herstellerwebseite!) – fälschlicherweise mit Bindestrich und Doppel-p geschrieben. Und weiter geht es mit der Pizza-Sondersorte „Editione Festiva“ („Festausgabe oder -edition“): Schade nur, dass der italienische Begriff für „Ausgabe“, nämlich „edizione“ mit „z“ geschrieben wird und nicht mit „t“. Nicht so schlimm, sagen Sie. Hauptsache, die Original Wagner-Pizza schmeckt …

Und bitte nicht die „Salami-Kleinen“ (Salami-Minipizzen) vergessen: Die Original Wagner „Piccolinis Salami“, die „sich aus der Hand essen lassen“, so klein diese sind (Originalzitat aus der Pizzaherstellerwebseite). Die Pluralendung mit s an „Piccolinis“ ist köstlich amüsant: Ein wahrhafter Gaumenorgasmus für Linguisten.

Es gibt haufenweise lustig klingende, fantasievolle, pseudoitalienische Produkt- oder Markenbezeichnungen wie etwa „Franco Fresco“ (auf Deutsch: „Frank den Frischen“) oder auch „Gustavo Gusto“ (auf Deutsch: „Gustav den Geschmack“): Echte Perlen für die Italienischliebenden unter uns und eine gut gelungene Alliteration, ein Geistesblitz von einem Marketingprofi.

Liebe Marketingleute, zu Ihrer nächsten italienischklingenden Wortneuschöpfung sowie damit verbundenen Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihren „Italienisch-Übersetzer des Vertrauens“, der z.B. „Festausgabe“ („edizione festiva“) auf Italienisch korrekt auf die Reihe bekommt. Schließlich kann auch eine falsche Rechtschreibung einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen.

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Was hat Heidi mit ihren Schafen und Ziegen mit Italienisch zu tun?

 

Auf den ersten Anhieb gar nichts. Bei genauerem Hinsehen vielleicht doch irgendwie am Rande. Italienisch und Heidi haben doch etwas Gemeinsames.

Man kennt das Land von Heidi und ihren Schafen und Ziegen, für seine Berge und den Käse mit den Löchern. Neutral ist das Land immer gewesen und noch dazu ein Zusammenschluss von lauter Kantonen oder – besser gesagt – eine Eidgenossenschaft. Ja, richtig erraten: Es ist hier von der Schweiz die Rede, la Svizzera!

Neben Deutsch, Französisch, Rätoromanisch ist offiziell Italienisch die vierte Amtssprache in der Schweiz: In der Südschweiz im Kanton Tessin wird nämlich Italienisch gesprochen.

Aus Chur kommend fährt man durch den San-Bernardino-Pass auf der Autobahn … oops Autostrasse – heißt sie offiziell! – auf der A13 Richtung Bellinzona durch und steuert die A2 Richtung Chiasso an. Herzlich willkommen im Tessin oder auf Italienisch: Benvenuti in Ticino!

Im Tessin sind schon die ersten Palmen und Zypressen am Ufer vom Luganersee zu sehen und es riecht und schmeckt förmlich schon nach Bella Italia, aber noch mit „Schweizer Käse“. Im Tessin, der „mediterranen Seele der Schweiz“, wirkt die Luft schon wärmer und die Erinnerungen an die Schweizer Berge schwinden durch die Mittelmeervegetation.

Wenn Sie eine beglaubigte Übersetzung ins Deutsche von Ihrem Schweizer Führerschein aus dem Tessin in italienischer Sprache benötigen, kontaktieren Sie bitte nicht Heidi in der Schweiz, sondern it-sprachvermittler.de in München. Es mag dahingestellt bleiben, ob Heidi auch Italienisch konnte …

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it-sprachvermittler.de ist nun auch bei Facebook

it-sprachvermittler.de| Beglaubigte Übersetzungen | Deutsch – Italienisch – Deutsch für Privatpersonen hat nun eine => offizielle, öffentliche Facebook-Seite.
Untenstehend finden Sie einen Auszug der Facebook-Blogbeiträge von it-sprachvermittler.de



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Ach, Du Schreck! Nicht mit der ganzen „famiglia“!

Manche Wörter lassen sich im Deutschen und Italienischen leicht abzählen. Manch andere jedoch nicht. Auf ersten Anhieb hört sich das italienische Wort „famiglia“ harmlos an. Man denkt, OK, „famiglia“ wird wohl dem deutschen Begriff „Familie“ entsprechen und gleichermaßen das Selbe im Italienischen heißen, was auf Deutsch bzw. in Deutschland heißt. Sicher? Ist das wirklich so?

Gleich oder ähnlich lautend heißt nicht unbedingt gleiche Bedeutung. Im italienischen Satz „Ho passato le vacanze di Natale con la mia famiglia“, was im Deutschen soviel heißt wie „Ich habe meine Weihnachtsferien bei / mit meiner Familie verbracht“, müsste man den italienischen Begriff „famiglia“ in dem Satz nicht nur mit 4 oder 5 Menschen, sondern schätzungsweise mit 12 sogar bis 16 Personen „beziffern“. Ach, Du Schreck!

So pauschal gesagt, versteht man in Deutschland in der Regel unter „Familie“ Mann, Frau, 2 oder 3 Kindern und höchstens den Großeltern. Anders in Italien bei dem Begriff „famiglia“!

Nicht nur Mann, Frau, Kindern und Großeltern, sondern auch Tanten, Onkeln, Cousins und Cousinen, Großtante, Großonkel und sogar Freund oder Freundin von den erwachsenen Kindern. OK, es ist eine ganz schöne Menge an Menschen.

Angenommen, es ist Weihnachten und wir organisieren das Weihnachtsessen für die ganze „famiglia“: Für ein Weihnachtsessen an Heiligabend mit der „famiglia“ könnte man die Verpflegung und Küchenlogistik einer ganzen Volksarmee bemühen: Der Italiener braucht ja für das Weihnachtsmenü mit der „famiglia“ Armeeproviant mitsamt einer großen Feldküche.

Der Begriff „famiglia“ lässt sich im Italienischen – wie oben nachgewiesen – leicht beliebig um mehrere „nahe sowie ferne“ Familienmitglieder erweitern. Nachbarn ausgeschlossen!

Wenn Sie einen beeidigten Übersetzer für Deutsch – Italienisch – Deutsch suchen, der bei Begriffen wie „Familie“ / „famiglia“ den „kleinen feinen Unterschied“ kennt, schauen Sie bitte bei www.it-sprachvermittler.de vorbei.

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