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Redewendungskarte – Ein Baum, der fällt, macht mehr Krach ...

Redewendungskarte – Ein Baum, der fällt, macht mehr Krach ...

Die Rubrik „Redewendungskarte” stellt regelmäßig eine Redewendung vor – mit Erklärung, Hintergrund und sinngemäßer Übersetzung. Diesmal keine typisch italienische Redewendung, aber eine, die es unbedingt wert ist, hier thematisiert zu werden.

Die Redewendung: „Ein Baum, der fällt, macht mehr Krach als ein Wald, der wächst”

Ein Baum, der fällt,
macht mehr Krach
als ein Wald, der wächst.

(Fa più rumore un albero che cade di una foresta che cresce)

Eine schöne Redewendung – und eine, die sich auf ganz normale, alltägliche Situationen anwenden lässt. Eine davon: die verbrannte Pizza.

Ein Alltagsbeispiel: die verbrannte Pizza

Gehören Sie der Menschengattung an, die bei einer allzu verbrannten Pizza in der Lieblingspizzeria laut den Kellner herbeiruft und auf eine neue Pizza besteht? Oder gehören Sie eher zu denen, die leise Töne bevorzugen – und beim nächsten Pizzaessen schlicht in eine andere Pizzeria gehen, weil das schlechte Erlebnis noch im Hinterkopf geblieben ist?

Haben Sie sich je gefragt, wie viele gelungene, leckere Pizzen der Pizzabäcker an jenem Abend gebacken hat, als Sie gerade Pech mit Ihrer hatten? Der laut protestierende Gast, der sich über seine verkohlte Pizza beschwert, ist vielleicht kein repräsentatives Urteil über die Backkünste des Pizzabäckers. Die vielen gelungenen Pizzen zählen in dem Moment des Missgeschicks kaum. Ein Einzelfall scheint auszureichen, um eine Verallgemeinerung über die gesamte Pizzeria zu treffen. Eine Chance zur Selbstbesserung sollte jedem gewährt sein, oder?

Damit soll it-sprachvermittler.de keineswegs die Zunft der Pizzabäcker – auf Italienisch: pizzaioli – in Schutz nehmen. Pizza ist das italienische Essen schlechthin, und beglaubigte Übersetzungen Italienisch ⇄ Deutsch gehören zum Alltag von it-sprachvermittler.de. Mittlerweile ist Pizza ohnehin zum Universalprodukt aufgestiegen (→ hier im Blog ausführlich erörtert).

Was die Redewendung bedeutet

Im Getöse („Krach”) der Kriege und Konflikte auf dieser Welt, der negativen und manchmal schockierenden Schlagzeilen in Medien und sozialen Netzwerken sollten wir den „Wald, der wächst”, nicht übersehen. Das Positive darf nicht übersehen werden. Wir nehmen die „fallenden Bäume” schneller und deutlicher wahr als den Wald, der leise und unaufhaltsam wächst. Es kommt jedoch letztlich auf den „Wald, der wächst” an – das zählt hauptsächlich und sollte stetig im Vordergrund stehen.

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